Einstufung mit massiven Auswirkungen auf Kunststoffindustrie

Studie: Produkte und Abfälle mit einem Titandioxidanteil von über 1 % wären betroffen

Weltweit werden jedes Jahr Millionen Tonnen Titandioxid hergestellt und als Pigment in Lacken und Farben, aber auch Kunststoffen beigemischt. Die EU-Diskussion um eine Einstufung des bewährten Stoffes treibt daher viele Industriebranchen um. Auch die Recyclingbranche ist betroffen.

Eine aktuelle Studie liefert nun fundierte Daten zum Einsatz und zur Verwertung von Titandioxid bei Kunststoffen und im Recycling: Das Marktforschungsunternehmen Conversio Market & Strategy GmbH hat die Bedeutung von Titandioxid bei Kunststoffen ermittelt. Danach beträgt die Menge an Kunststoffprodukten mit einem Titandioxid-Gehalt von mehr als als 1% ungefähr 7 Millionen Tonnen, also knapp die Hälfte der in Deutschland verarbeiteten Kunststoffprodukte. Und etwa auch die Hälfte aller Verpackungsabfälle weist einen Titandioxid-Gehalt auf, der größer als 1% ist und somit nach einer EU-Einstufung als „gefährlicher Abfall“ behandelt werden müsste. Dies hätte massive Auswirkungen auf das Recycling von Kunststoffen mit dem Resultat, dass die gesetzlichen Recyclingziele unerreichbar würden. Und noch ein Ergebnis zeigt die Studie: Zu Titandioxid als Additiv gibt es bislang keine Alternative.

Mehr zu der Studie finden Sie im Internet unter www.kunststoffe.de/2019-07

Bild-Quelle: BVSE

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2019-08-19T16:42:22+02:00