VdL-Präsident: „Wir werden Unsinn als solchen benennen“

Neu-Isenburg, 15.11.2017. Der Präsident des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL), Klaus Meffert, hat sich klar und deutlich gegen eine Einstufung von Titandioxid seitens der Europäischen Kommission ausgesprochen. In seinem Festvortrag auf der Jahrestagung des Verbands der Ingenieure des Lack- und Farbenfaches (VILF) in Neu-Isenburg bezeichnete Meffert das Weißpigment als unverzichtbar für die Farbenbranche und die Versuche den Stoff in Verruf zu bringen als unverständlich: „Die Folgen einer Einstufung von Titandioxid wären dramatisch: Bis zu 90 % der auf dem Markt befindlichen Farben und Lacke wären betroffen. Dies betrifft fast 2 Millionen Tonnen Farben und Lacke im Wert von knapp 5 Milliarden Euro.

Klaus Meffert VILF Jahrestagung

Klare Ansage, Pro Titandioxid: Klaus Meffert wirbt auf der Vollversammlung des VILF in Neu-Isenburg für das Weißpigment. Foto: VdL

So wären viele der circa 25.000 Arbeitsplätze in der Branche betroffen, weil eine solche Einstufung zu Einbrüchen im Markt für Farben und Lacke führen wird“, so der Vorsitzende des Farbenherstellers Meffert AG aus Bad Kreuznach. Insbesondere die vielen kleinen und mittleren Unternehmen wären massiv gefährdet. Auch im Handel (480.000 Beschäftigten in den Baumärkten) und im Handwerk (200.000 Maler und Lackierer) drohten Arbeitsplatzverluste.

„Wir werden Unsinn als solchen benennen! Allein die Debatte um eine mögliche Einstufung führt schon jetzt zu Verunsicherung bei Verbrauchern und im Markt.“ Meffert rief die gesamte Farbenbranche zu gemeinsamen Handeln gegen eine Einstufung auf und erhielt von den Teilnehmern der Tagung hierfür Applaus. Es sei wichtig, „dass wir an einem Strang ziehen, wenn unsere Geschäftsmodelle ungerechtfertigt in Gefahr geraten oder gar beschädigt werden sollen“.

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2017-12-01T09:46:14+01:00