Strategietreffen von über 20 Verbänden in Frankfurt

Frankfurt, 27.10.2017. Die von einem Einstufungsverfahren am stärksten betroffenen deutschen Industrieverbände haben sich Ende Oktober in Frankfurt getroffen, um sich über die jüngsten Entwicklungen bei Titandioxid zu informieren und die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Auf der vom Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) und dem Verband der chemischen Industrie (VCI) organisierten Treffen wurde schnell deutlich, dass Betroffenheit, Ausmaß und Reichweite einer etwaigen Einstufung noch immer nicht abzusehen sind.

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Strategietreffen: Über 40 Verbände und Konzerne haben sich Ende Oktober in Frankfurt getroffen, um das weitere Vorgehen bei Titandioxid abzusprechen. Foto: VdL

Über 40 Verbände und Unternehmen unterschiedlichster Branchen  hatten ihre Referenten und Geschäftsführer  ins Haus der deutschen chemischen Industrie geschickt. Darunter waren Vertreter aus der Farben-, Keramik-, Glas-, Papier- und  Porzellanindustrie ebenso wie etwa Hygiene-, Körperpflege- Textil-, Metallbearbeitungs-  und Elektroindustrie.

Nach einer Einstufung in den Sachstand und einer Kurzvorstellung der toxikologischen und epidemiologischen Studien wurde schnell deutlich, wie alarmiert und besorgt die über 40 anwesenden Verbände und Konzerne der deutschen Industrie nach Brüssel schauen. Deutlich wurde auch der unterschiedliche Informationsgrad in den verschiedenen Branchen. Verstärkt wurde auch die Abfallproblematik als drohendes Problemfeld ausgemacht.

In diesen Bereichen will man sich nun stärker abstimmen. Die Branchen werden in den nächsten Wochen ihre spezifische Betroffenheit erarbeiten und an die entscheidenden Stellen, Behörden und Dachverbände  melden. Einig waren sich die Anwesenden über die Bedeutung des Weißpigments und die Unverständlichkeit der drohenden Einstufung. Hier wollen sich nun auch die Dachverbände VCI und BDI stärker auf nationaler und europäischer Ebene einbringen und ihrer Bündelungsfunktion nachkommen.

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2017-12-04T12:14:14+01:00